Pressespiegel

Friedrich-Schütter-Preis an Schule für Schauspiel

Dienstag, Februar 3rd, 2009

Szene Hamburg, März-Ausgabe 2004

Die Schule für Schauspiel Hamburg erhielt den ersten, mit 3000 Euro dotierten Friedlich-Schütter-Preis 2004 in einer Matinee am Sonntag im Ernst Deutsch Theater (EDT). Olivia Rüdinger und Michaela Uhlig, den Gründerinnen und Leiterinnen der privaten Schauspielschule, ist es gelungen, Niveau und Qualität der Ausbildung noch zu steigern. Die Jury, der auch Intendant Volker Lechtenbrink angehört, fand dies in den szenischen Abschlussprojekten - Babara Neureiters Inszenierung der „Bakchen“ von Euripides und Wladimir Tarasjanz „Zapping Tschechow“-Collage - bestätigt.
Knut Fleckenstein, der neue Schirmherr des Preises, würdigte in seinem Grußwort die Koalition von Kunst und Handwerk, bedankte sich bei den Stiftern des Preises wie auch bei den Juroren. Sie zeichneten noch mit 2000 Euro die Schauspielerin Stephanie Schadeweg von der Hochschule für Musik und Theater Hamburgs aus: Ihre präsente und komödiantische Darstellung der Mrs. Martin in Anette Pullens Inszenierung der Ionesco-Farce „Die kahle Sängerin“ amüsierte und begeisterte erneuert bei einer szenischen Kostprobe. Peter Becker, Präsident der Handwerkskammer, überreichte Rosen und Schecks an die Gewinnerinnen. Vier Hamburger Ausbildungsinstitute hatten sich am Wettbewerb zur Förderung des Schauspielnachwuchses beteiligt. Die Laudatio des Schauspielers Stephan Benson schloss mit ironischen wie scharfsinnigen Betrachtungen über die Profession des Schauspielers die Feierstunde.

Bereit für die Bühne? Verliebt in die Kamera?

Dienstag, Februar 3rd, 2009

School’s out, Frühjahrs-Ausgabe 2008

Ihr habt eure Dankesrede für die Oscarverleihung schon geschrieben, doch leider noch nicht in keinem Film mitgespielt? Kein Problem! Die Schule für Schauspiel Hamburg vermittelt euch Grundlagen, um der nächste Brad Pitt oder die nächste Angelina Jolie zu werden.
Wer ein wenig Bühnenluft schnuppern möchte, der sollte an den drei folgenden Terminen einen Blick hinter die Kulissen werfen. Am Tag der offenen Tür am 9. Februar geben Schüler und Dozenten von 14 Uhr bis 18 Uhr einen Einblick in die Ausbildung zum Schauspieler.
Zwei Talenttage am 19. April und am 7. Juni bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, sich vor der Kamera oder auf der Bühne auszuprobieren. Entdecke, ob ungeahnte Talente in dir schlummern! Der Talenttag kostet für Schüler und Studenten 50 Euro. Anmelden könnt ihr euch unter www.schauspielschule-hamburg.de. SCHOOL’S OUT verlost auf www.abiscene.de 2×1 Karte für den Talenttag am 19. April.

Der Steinige Weg zum Star: Tag der offenen Tür

Dienstag, Februar 3rd, 2009

Prinz Hamburg, Januar-Ausgabe 2008

Schauspielerei gilt als Traumberuf. Dabei übersehen viele, dass der großen Karriere eine anstrengende und harte Ausbildung vorausgeht. PRINZ sprach mit Michaela Uhlig, Leiterin der Schule für Schauspiel Hamburg, über die Hürde Aufnahmeprüfungen und Ausbildungskriterien.
PRINZ: Wie wird man Schüler an der Schule für Schauspiel Hamburg?
Uhlig: Wir bilden einmal im Jahr zwei Klassen mit jeweils 14 bis 16 Schülern. Die Aufnahme funktioniert klassisch über die Aufnahmeprüfung, einen sechswöchigen Orientierungskurs oder ein fünfmonatiges Vorsemester, das aber keine Garantie ist, an der Schauspielschule genommen zu werden.
PRINZ: Was sollten die Schüler im besten Falle schon mitbringen?
Uhlig: Eine gute körperliche und geistige Verfassung sowie Fantasie und Humor sind sehr gute Voraussetzungen.
PRINZ: Wann zeigt sich, ob jemand ein besonderes Talent hat?
Uhlig: Im Fach „Rolle“ fließt alles Erlernte aus Sprech- und Körpertraining, Schauspiel und Improvisation zusammen. Darin, wie in die Erarbeitung eine persönliche Note einfließt, zeigt sich echte Größe.
PRINZ: Welchen Rat können sie für die Aufnahmeprüfung geben?
Uhlig: Die Bewerber sollten eine Rolle aussuchen, die ihrer Erfahrungen und ihrem Alter nahe ist. Zudem ist eine fundierte Werkarbeit selbstverständlich. Viele Bewerber scheitern, weil sie sich mit etwas Schwierigem überfordern.
PRINZ: Was erwartet die Besucher am Tag der offenen Tür?
Uhlig: Die Dozenten berichten über den Verlauf der Ausbildung, die Schüler zeigen Szenen, man kann beim Unterricht zuschauen. So ergibt sich für Bewerber und Interessierte gleichermaßen die Möglichkeit zu einem faszinierenden Blick hinter die Kulissen.
Tag der offenen Tür, Schule für Schauspiel Hamburg, Sa. 9.2,14-18 Uhr, www.schauspielschule-hamburg.com

In drei Jahren zum Traumberuf: Schauspieler für Theater & Film

Dienstag, Februar 3rd, 2009

Piste Hamburg, Januar-Ausgabe 2008

Was haben TV-Serien wie „Dr. Martin“, „SOKO München“, Werbespots für „Becks“ oder „Mc Donalds“ und Fatih Akin’s „Kebab Connection“ gemeinsam? In allen Produktionen spielen Schauspieler, die ihr professionelles Handwerk an der Schule für Schauspiel Hamburg erworben haben.
„Wenn ich auf der Bühne stehe, lebe ich auf. Die Bühne ist für mich magischer Boden“, schwärmt Christian, 28, Schüler im dritten der insgesamt sechs Semester. Das dreijährige Vollstudium der staatlich anerkannten Berufsfachschule besteht aus ca. 25 Wochenstunden und beginnt jeweils im September. Gerade hat Christian tosenden Applaus für seine Semester-Abschlussarbeit genossen: Shakespeare. Conrad, sein 24 jähriger Schülerkollege, steht seit seinem zehnten Lebensjahr vor der Kamera und hat bereits bei zahlreichen TV-Produktionen mitgespielt. „Zum langfristigen Erfolg als Schauspieler gehört eine solide Grundausbildung“, sagt der erfahrene Schüler aus Berlin. „Theater ist dabei der erste Schritt, um ein guter Schauspieler werden zu können, egal ob auf der Bühne oder vor der Kamera“.
Die Absolventen der seit rund 15 Jahren existierenden Schauspielschule haben bundesweite Engagements und spielen an fast allen Hamburger Theatern. „Wir unterstützen unsere Schüler darin, so früh wie möglich auf der Bühne zu stehen, beschreibt Michaela Uhlig, Leiterin der Schule, das praxisorientierte Ausbildungskonzept. Praxisnah bedeutet auch, dass die Lehrinhalte von einem internationalen Lehrer-Team und von Gast-Dozenten aus Bühne, Film und Fernsehen vermittelt werden. Die Schüler erhalten somit fundiertes Wissen aus erster Hand. Vor allem aber ist es die Motivation, Disziplin und der leidenschaftliche Spielwille der Nachwuchstalente, die beeindrucken.
In den ersten fünf Semestern der Berufsausbildung werden die schauspielerischen Grundlagen erarbeitet: Szenische Improvisation, Atmung und Stimme, Körper- und Ensambletraining. Das dramaturgische und szenische Entwickeln eigener Bühnenstücke in der Gruppe gehören dazu. Im sechsten Semester wählen die jungen Schauspieltalente dann zwischen einem Theater und einem Film-Abschluss. Dieses zweigleisige Ausbildungskonzept ist in Hamburg einzigartig. Das Film-Semester setzt sich zusammen aus Camera-Acting, Drehbuchanalyse und Figurfindung. Licht- und Kameratechnik, Filmbusiness, Marketing und der praktischen Vorbereitung auf Castings.
Der Abschluss der Schauspielausbildung besteht für Film-Absolventen in der Erstellung eines professionellen Demo-Bandes. Für die Theater-Absolventen ist die öffentliche Aufführungen eines Abschlussstückes und die Entwicklung eines Drei-Rollen-Repertoires für das Vorsprechen am Theater.
Es gibt drei Wege, um an der Schule für Schauspiel Hamburg aufgenommen zu werden: eine reguläre Aufnahmeprüfung, die erfolgreiche Teilnahme an einem sechswöchigen Orientierungskurs oder ein fünfmonatiges Vorsemester. Das dreijährige Vollstudium ist BAföG-anerkannt. Wer die Schule persönlich kennen lernen möchte, ist herzlich eingeladen zum „Tag der offenen Tür“ am 09. Februar. Von 14 bis 16 Uhr stehen Schüler und Dozenten Rede und Antwort und zeigen Ausschnitte aus ihren Produktionen und Unterrichtseinheiten.

Ein Traumjob: Schauspieler

Dienstag, Februar 3rd, 2009

Hamburger Morgenpost, 6 Februar 2008

Was muss man mitbringen? Was lernt man in der Ausbildung? Und wie kommt man an die Ausbildungsplätze? Die Schule für Schauspiel in Altona stellt sich und ihr Konzept an einem Tag der offenen Tür am kommenden Sonnabend vor.  „Wir legen großen Wert auf eine praxisnahe, fachübergreifende Ausbildung“, versichert die Dozentin und Schulleiterin Olivia Rüdinger. Drei Jahre lang gibt es 25 Stunden pro Woche hartes Training, sowohl in Gruppen als auch in Einzelarbeit: neben den Grundlagen des Schauspielhandwerks wie Stimmbildung, Sprechtechnik und Gesang stehen Konzentrationsübungen, szenische Technik, die Produktion einer Komödie und die Erarbeitung eines Liederabends auf dem Programm. Am Ende steht der Abschluss – entweder Bühnenreife oder, seit diesem Jahr, als Filmabschluss. „Bei uns geht sehr viel über die körperliche Erfahrung“, erzählt Schauspielschüler Johannes Setzer. Der 23- jährige aus Staubing entschloss sich nach dem Zivildienst, Schauspieler zu werden. Auf die Idee, Schauspieler zu werden, kam er durch einen Freund, der die Idee zum Spaß in den Raum warf. Den meisten Interessenten wird empfohlen, zunächst einen sechswöchigen Orientierungskurs zu besuchen, indem sie feststellen, ob die Schauspielerei das Richtige für sie ist. Weiter in die Tiefe geht das Vorsemester für Bewerber. Bevor es endlich losgeht, gilt es die klassische Aufnahmeprüfung mit zwei Monologen und einem Lied zu bestehen.

Charmanter Eigenbrötler

Dienstag, Februar 3rd, 2009

Erst Theater in Hamburg, jetzt Film in München: Jan Stapelfeldt hat viel vor

Plötzlich stehen da vor Galeria Kaufhof zwei Mädels, die ihn schüchtern anlächeln. Jan Stapelfeldt, der gerade noch über seine Rolle bei Marienhof erzählt hat, über seinen Wegzug aus seiner Geburtsstadt Hamburg, über München und wie schnell alles gegangen ist, blickt den beiden kurz in die Augen, hebt die Arme, macht zwei Schritte nach rechts – und umarmt die Mädels. So ist der private Jan Stapelfeldt, flink, spontan, kommunikativ. Ein sympathischer 25-jähriger, der zum Interview  in grünen Schlabberhosen kommt, eine braune Leder Jacke trägt und auf dem Kopf eine Mütze. Sehr selbstbewusst, sehr lässig und also das exakte Gegenteil von der Rolle, für die Stapelfeldt vor ein paar Wochen Hals über Kopf sein Zuhause verlassen hat und hierher an die Isar gezogen ist.
Stapelfeldt steht seit kurzem für die ARD-Serie „Marienhof“ vor der Kamera, er spielt da Valentin Ernst. Einen Autisten. „Bei so einem tollen Angebot darf man nicht zögern“, sagt der Jungschauspieler, seine Hände segeln durch die Luft. Wie spielt man so einen Menschen, einen Menschen, der in einer eigenen, anderen verschlossenen Welt lebt? Der kontrolliert ist und emotionslos und verschlossen? Stapelfeldt erzählt von Büchern, die er zu dem Thema gelesen, von Filmen, die er gesehen, von Gesprächen, die er geführt hat.
Er hat sich Wissen angehäuft, aber Wissen allein genügt nicht. Stapelfeldt sagt, er vertraue auf seinen Instinkt, auf sein Gefühl. Und auf seine Konzentration. Er wohnt in einer kleinen Einzimmer-Wohnung im Grünwald, er fährt nicht oft in die Stadt, er arbeitet viel. Klar ist er schon durch die Innenstadt marschiert, wie ein Tourist von einer Sehenswürdigkeit zu anderen. Er findet Hamburg schön, es ist seine Heimatstadt, aber jetzt lebt er auch sehr gerne in München. „Hier ist die Luft ganz anders, eine frische Bergluft“, sagt Stapelfeld und erzählt dass er, sobald mal ein bisschen Luft ist, München richtig erkunden will. Derzeit ist das kaum möglich.
Derzeit steht Stapelfeldt jeden Morgen um 09:00 Uhr vor der Kamera, so lange, bis alle Szenen im Kasten sind. Bei „Marienhof“ drehen sie pro Tag eine ganze Folge, „da hat man wenig Zeit“, sagt Stapelfeld, das sei die Herausforderung. „Im Theater kann man stürmisch beginnen und langsam ruhig werden“, sagt der 25 jährige. Beim Film habe man dazu nicht viel Zeit. Deshalb will Stapelfeldt seine Rolle anders angehen. Ruhiger. Zurückhaltender. Von heute an, 18:25 Uhr kann man in der ARD prüfen, ob es geklappt hat.

Wie es sich anfühlt, auf einer Bühne zu stehen

Dienstag, Februar 3rd, 2009

HAN-Mitarbeiter an der Schule für Schauspiel Hamburg

Der Raum wirkt kahl und abgenutzt. Schön kann man ihn nicht gerade nennen und doch hat er eine unglaubliche Atmosphäre. So als wäre er vollgesogen von all den Freuden, Träumen, Hoffnungen, Ängsten und Tränen vieler Schauspieler-Generationen. Ich stehe in der Tür und spüre, wie mich Ehrfurcht beschleicht. Mein Herz klopft, als ich den Ort des Wochenendseminars “Grundlagen des Schauspiels” der Schule für Schauspiel Hamburg in Altona betrete – Aufregung in gespannter Erwartung dessen, was mir hier widerfahren wird.

“Bühne frei!“ Orientierung für Schauspiel-Einsteiger

Dienstag, Februar 3rd, 2009

Berliner Woche, 22. Oktober 2003
In Berlin gibt es jetzt ein neues Kursangebot, um den Traumberuf Schauspieler genauer auf die Probe zu stellen

Viele junge Leute möchten „reich und berühmt“ werden, wissen aber wenig über die Realitäten des Schauspielberufs, seine harten Anforderungen und den Weg dorthin. In 14-tägigen Kursen finden Interessierte heraus, ob sie den Mut, die Ausdauer und genug Disziplin für eine spätere Ausbildung haben.

Die Teilnehmer testen erste Lernschritte und können offene Fragen zum Schauspielberuf klären, ohne sich gleich zu einer dreijährigen Ausbildung zu verpflichten. Das Kurskonzept ist berufsbegleitend angelegt – täglich 18 bis 21 Uhr – und unterstützt junge Leute in Hamburg bereits seit sechs Jahren bei ihrer Entscheidung für oder gegen eine Schauspielkarriere. Der Unterricht umfasst schaupielerisches Grundlagentraining, szenische Improvisation, Figur und Spiel, Körper- sowie Kameraarbeit – angeleitet von erfahrenen Bühnen- und Filmprofis. Das Erproben der ersten Lernschritte kann auch zur Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen genutzt werden.

Jetzt gibt es auch die Möglichkeit, seine Begabung in einem Orientierungskurs zu testen: 17. bis 28. November 2003, 19. bis 30.Januar 2004 sowie 22. März bis 2. April 2004. Der Orientierungskurs ist ein Angebot der Berufsfachschule „Schule für Schauspiel Hamburg“, die seit 1987 erfolgreiche Bühnenprofis ausbildet. An der stattlich anerkannten Institution kann man sich auch für eine dreijährige, BAföG-geförderte, praxisorientierte Ausbildung bewerben.

Berliner Woche, 22. Oktober 2003

Bühne frei für den beruflichen Alltag

Dienstag, Februar 3rd, 2009

Hamburger Morgenpost, 10.11.2003

Schauspiel hilft dem Charisma auf die Sprünge

Das ganze Leben ist eine Bühne. Fast immer. Denn vor allem im beruflichen Leben geht es darum, Präsenz zu zeigen, sich gekonnt darzustellen und mit einer einnehmenden Ausstrahlung alle in den Bann zu ziehen.

Menschen, die auf der beruflichen Bühne zurechtkommen und auch vor großem Publikum bestehen müssen, bekommen jetzt Unterstützung. Die Schule für Schauspiel Hamburg macht die Bühne frei, um Präsenz und Ausstrahlung zu trainieren und peinliche Situationen in Erfolgserlebnisse umzuwandeln. „Die Fähigkeit, Zuhörer zu überzeugen und zu fesseln hat jeder, die Kunst ist nur, sie anzuwenden“, verrät Katharina Kubitzki, Sprecherin der Schauspielschule.
In dem Weiterbildungskurs „Präsenz und Ausstrahlung“ geht es maßgeblich darum, spielerisch die Bedingungen der Kommunikation und die Phänomene Charisma, Ausdruck und Persönlichkeit zu untersuchen. Der Dozent Bernd Schrubka lehrt, die Sprache zusammen mit der Stimme wieder gezielt einzusetzen.

Auf einen ähnlichen, aber noch persönlicheren Punkt zielt „Worst case is best case“ ab. Jeder hat es schon einmal erlebt, wie der rote Faden in einer gut geprobten Rede doch noch verloren geht, bei einem Vortrag die Technik ausfällt und das wohlüberlegte Projekt den Bach hinunter zu gehen droht. Wie aus dem größten Flop ein persönliches Glanzerlebnis wird, vermittelt Dozent Martin Maria Blau. Dabei geht er mit seinen Kursteilnehmern auf die Suche nach dem Faktor Scheitern und der Angst davor.

Die Schauspielerei bietet eine ganze Palette voller Weiterbildungsformen und Hilfen für den beruflichen Alltag. Infos über Kurse und Kosten gibt’s unter schauspielschule-hamburg.de oder unter Tel. (040) 4302050.

Inga Frenser, Hamburger Morgenpost, 10.11.2003

Vorhang auf zum Drehen

Dienstag, Februar 3rd, 2009

taz Hamburg, 9. Jan. 2000

Die Schule für Schauspiel Hamburg bildet jetzt für Theater und Film aus.

Aber: „Die Abteilung Weltstar gibt es noch nicht“
Was haben Bäckereien und Schauspielschulen gemeinsam? Sie müssen sich dem Markt anpassen. „Ein Bäcker kann sich nicht weigern, Nussecken zu backen, wenn die nachgefragt werden“, sagt Olivia Rüdinger. Und eine Schauspielschule kommt nicht daran vorbei, dass immer mehr SchauspielerInnen vor der Kamera statt auf der Bühne stehen. Deshalb bildet Olivia Rüdingers und Michaela Uhligs „Schule für Schauspiel Hamburg“ neuerdings für Film und Theater aus.
Bislang gab es in der dreijährigen Ausbildung einmal pro Jahr ein Wochenendseminar zum Thema Film. Jetzt ist die Arbeit vor der Kamera blockweise in den Stundenplan integriert, zusätzlich gibt es Einheiten zu Script-Analyse, Drehbuchentstehung, zu Medienenglisch, Moderation und zu Film- und Genreanalyse.
„Vieles ist übergreifend, beispielsweise das Training von Körper, Atem, Stimme und der Sensibilität“, sagt Michaela Uhlig. Für viele ist die Frage, ob sie beim Film oder im Theater arbeiten wollen, eine rein finanzielle: Ein Theaterschauspieler verdiene zwischen 2800 und 3500 Mark brutto im Monat. „Beim Drehen bekommt schon der Anfänger Tagesgagen von 1200 bis 1500 Mark pro Tag“, sagt Olivia Rüdinger.
„Dafür verlangen die aber auch, dass man sofort funktioniert“, sagt sie. Da gebe es keine Probephasen. „Weil beim Film jede Minute irrsinnig teuer ist, muss beispielsweise auch das Zusammenspiel mit den Kollegen klappen.“
Trotzdem: Heute wollen viel mehr Leute zum Film als früher. „Viele kommen nicht mehr, weil sie Theater faszinierend finden, sondern weil sie Serien gucken“, so Rüdinger. Es gibt Leute, die möchten Schauspieler werden, ohne jemals im Theater gewesen zu sein. „Die wollen einfach nur reich und berühmt werden.“ Aber da hat Olivia Rüdinger eine schlechte Nachricht: „Man kann nicht lernen, ein Weltstar zu werden, die Abteilung gibt es noch nicht.“ Aber man kann Präsenz lernen, denn die habe etwas mit innerer Schönheit zu tun. Und die wiederum mit Arbeit. „Viele sehen nicht, dass ihr Körper ihr Instrument ist, das mental und körperlich fit sein muss“, sagt Michaela Uhlig. Deshalb bietet die Schauspielschule vorab einen dreimonatigen Orientierungskurs an.
Egal, ob mit oder ohne – nicht alle stehen die sechssemestrige Ausbildung durch. „Das erste Jahr gilt als Probejahr, danach gibt es ein Feedback von allen Lehrern. „Etwa ein Viertel der Teilnehmerinnen geht innerhalb des ersten Jahres. Wer es aber durchhält und die Abschlussprüfung schafft, hat gute Aussichten auf einen Job. „Etwa 80 Prozent unserer Absolventen sind hinterher in Lohn und Brot“, weiß Olivia Rüdinger, arbeiten im Theater oder beim Film. Oder in den Medien: „Da öffnen sich neue Möglichkeiten, beispielsweise im Bereich der Moderation. „Flexibilität sei da wichtig. „Heute ist man viel mehr sein eigener Businessman als früher.“
Diese Aussicht macht vielen Angst. Auch vielen Eltern. „Dabei ist es heute in fast allen Berufen unsicher, dann soll man doch etwas machen, woran das Herz hängt“, empfiehlt Michaela Uhlig. „Natürlich geht man ein Risiko ein, bis man etwas erntet, können zehn Jahre vergehen. Aber dann“, schwärmt Uhlig,  „hat man einen wunderschönen Beruf, der sich mit allen menschlichen Themen beschäftigt.“ Sie und Olivia Rüdinger haben jahrelang Tanztheater gemacht, bevor sie zunächst ein Fort- und Weiterbildungszentrum für ausgebildete SängerInnen, TänzerInnen und SchauspielerInnen aufgebaut haben. Seit 1987 gibt es die „Schule für Schauspiel“, die seit September 1998 eine staatlich anerkannte Berufsfachschule und als solche Bafög-berechtigt ist. Die SchülerInnen müssen bei der Aufnahmeprüfung zwischen 18 und 26 Jahren alt sein, Abitur oder Realabschluss und eine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Die Schule kostet 700 Mark im Monat. Die nächste Aufnahmeprüfung ist im April.