Der Steinige Weg zum Star: Tag der offenen Tür
Prinz Hamburg, Januar-Ausgabe 2008
Schauspielerei gilt als Traumberuf. Dabei übersehen viele, dass der großen Karriere eine anstrengende und harte Ausbildung vorausgeht. PRINZ sprach mit Michaela Uhlig, Leiterin der Schule für Schauspiel Hamburg, über die Hürde Aufnahmeprüfungen und Ausbildungskriterien.
PRINZ: Wie wird man Schüler an der Schule für Schauspiel Hamburg?
Uhlig: Wir bilden einmal im Jahr zwei Klassen mit jeweils 14 bis 16 Schülern. Die Aufnahme funktioniert klassisch über die Aufnahmeprüfung, einen sechswöchigen Orientierungskurs oder ein fünfmonatiges Vorsemester, das aber keine Garantie ist, an der Schauspielschule genommen zu werden.
PRINZ: Was sollten die Schüler im besten Falle schon mitbringen?
Uhlig: Eine gute körperliche und geistige Verfassung sowie Fantasie und Humor sind sehr gute Voraussetzungen.
PRINZ: Wann zeigt sich, ob jemand ein besonderes Talent hat?
Uhlig: Im Fach „Rolle“ fließt alles Erlernte aus Sprech- und Körpertraining, Schauspiel und Improvisation zusammen. Darin, wie in die Erarbeitung eine persönliche Note einfließt, zeigt sich echte Größe.
PRINZ: Welchen Rat können sie für die Aufnahmeprüfung geben?
Uhlig: Die Bewerber sollten eine Rolle aussuchen, die ihrer Erfahrungen und ihrem Alter nahe ist. Zudem ist eine fundierte Werkarbeit selbstverständlich. Viele Bewerber scheitern, weil sie sich mit etwas Schwierigem überfordern.
PRINZ: Was erwartet die Besucher am Tag der offenen Tür?
Uhlig: Die Dozenten berichten über den Verlauf der Ausbildung, die Schüler zeigen Szenen, man kann beim Unterricht zuschauen. So ergibt sich für Bewerber und Interessierte gleichermaßen die Möglichkeit zu einem faszinierenden Blick hinter die Kulissen.
Tag der offenen Tür, Schule für Schauspiel Hamburg, Sa. 9.2,14-18 Uhr, www.schauspielschule-hamburg.com



